Mobile Forensics – Forensik an mobilen Endgeräten

Smartphones, Oganizer und Handys haben rasanten Einzug in unseren Alltag gefunden. Angesichts der Vielzahl von persönlichen Daten des Benutzers, die auf solchen Geräten zu finden sind, wurden diese Geräte für Ermittler im Strafverfahren zu einem äußerst begehrten Beweismittel. „Kennst du sein Smartphone, kennst du den Menschen“ ist eine sicherlich plakative Formulierung mancher Ermittler, schlussendlich jedoch zutreffend.

Mobile Endgeräte wie Handy, Smartphones, iPhone, iPad etc. werden zunächst beschlagnahmt wie sonstige bewegliche Sachen und Gegenstände auch, nach den §§ 94 ff. StPO. Anschließend können diese Gegenstände von IT-Forensikern untersucht werden.

Live-Analyse

Zunächst kann der Forensiker ein Gerät, welches noch eingeschaltet ist, im Betrieb durchsehen. Bereits darüber erhält er einen weitgehenden Einblick in Nutzerdaten, z.B. in das Telefonbuch, die Liste der letzten Anrufe, SMS, E-Mails etc. Zudem ermöglicht dieser Zustand des Gerätes den Ermittlern, auch flüchtige Daten (also solche Daten, welche nach Ausschalten des Gerätes gelöscht werden) zu sichern. Da dies ein sehr aufwändiges Verfahren ist und je nach mobilem Endgerät andere Schritte und Techniken erforderlich sind, wird es in der Praxis selten angewandt, nicht zuletzt auch, weil der Zugriff auf das laufende Gerät vom Verdächtigen oft in letzter Minute verhindert wird.

Post-mortem-Analyse (Untersuchung eines Speicherabbildes)

Sofern das sichergestellte Endgerät ausgeschaltet ist, kann immer noch der Speicherinhalt untersucht werden. Dabei unterscheidet sich die Untersuchung von mobilen Endgeräten kaum von der Untersuchung von Computerfestplatten.

Zunächst wird ein Speicherabbild erstellt ...

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