Die Farbe der Arbeitsbekleidung

Dunkle Arbeitskleidung verstößt nicht gegen lebensmittelrechtliche Vorgaben, insbesondere nicht gegen die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates. Die Farbe der Arbeitsbekleidung ist kein Kriterium für deren Angemessenheit.

So die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin in dem hier vorliegenden Fall einer Klage gegen die Anordnung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf, die Arbeitskleidung in einer Konditorei müsse hell sein, damit Verunreinigungen schnell und leicht erkennbar seien. Die Betreiberin einer Konditorei im Zuständigkeitsbereich des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf von Berlin stattet ihre Mitarbeiter im Verkaufsbereich mit Arbeitskleidung aus, die aus einer schwarzen Bluse bzw. Oberhemd und einer bordeauxroten Wickelschürze besteht. Gegen die Anordnung des Bezirksamtes, helle Arbeitskleidung zu tragen, hatte die Klägerin eingewandt, ihre Mitarbeiterinnen würden stets angewiesen, saubere Arbeitskleidung zu tragen und unterlägen insoweit auch einer Kontrolle. Im Übrigen sei dunkle Arbeitskleidung nicht als ungeeignet anzusehen, da insbesondere die in ihrem Bereich auftretenden Verschmutzungen mit hellen Flecken von Mehl bzw. von hellen Cremes auf dunkler Kleidung leichter zu erkennen seien als auf heller Kleidung.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Berlin verstoße dunkle Arbeitskleidung nicht gegen lebensmittelrechtliche Vorgaben, insbesondere nicht gegen die vom Beklagten angeführte Verordnung (EG) Nr. 852/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates ...

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