Reiserecht: Das Zerbersten einer Duschkabinentür kann Schadensersatzansprüche zur Folge haben

Amtsgericht München, 07.09.2011, Az.: 111 C 31658/08

Bei Vorliegen eines Reisemangels hält das Bürgerliche Gesetzbuch die verschiedensten Möglichkeiten der Geltendmachung bereit. Zur Höhe der Minderung des Reisepreises wird dabei insbesondere die Frankfurter Tabelle herangezogen, welche abhängig von Art und Umfang der Reisemängel Prozentsätze angibt, die hinsichtlich der Minderung des Reisepreises in Betracht kommen.

Die “Frankfurter Tabelle” wurde zu diesem Zwecke vom Landgericht Frankfurt entwickelt worden und wird seitdem bundesweit von den meisten Gerichten als Richtschnur für die Geltendmachung von Reisepreisminderungen herangezogen.

Beispiele aus der Frankfurter Tabelle sind:

Art des Mangels: Prozentsatz: Bemerkungen: zu kleine Fläche 5-10 % fehlender Balkon 5-10 % (wenn zugesagt) fehlender Meerblick 5-10 % (wenn zugesagt) fehlendes (eigenes) Bad 15-25 % (wenn gebucht) fehlende (eigene) Dusche 10 % (wenn gebucht) fehlende Klimaanlage 10-20 % (wenn zugesagt) fehlendes Radio/TV 5 % (wenn zugesagt) Ungeziefer 10-50 %

In dem oben genannten Fall des Amtsgericht München hatte dieses nun darüber zu entscheiden, ob der weibliche Gast eines Hotels unter Anderem Schmerzensgeld dafür verlangen konnte, weil sie durch die herumfliegenden Splitter einer zerborstenen Duschkabinentür verletzt worden war ...

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