Nutzungsausfallentschädigung bei Verkehrsunfall

Ein häufig auftretendes Thema bei Verkehrsunfällen ist die sog. Nutzungsausfallentschädigung. Es handelt sich dabei um eine in Literatur und Rechtsprechung entwickelte Schadensposition.

Ein Inhaber eines Kraftfahrzeugs, der aufgrund eines Unfalls sein Fahrzeug für bestimmte Zeit nicht mehr nutzen kann, bekommt für diesen Zeitraum eine Entschädigung dafür, die sog. Nutzungsausfallentschädigung.

Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass der Verlust abstrakter Gebrauchsvorteile kompensiert werden soll, der in der ständigen Verfügbarkeit des Fahrzeuges liegt und dem nach der Verkehrsauffassung ein eigener Vermögenswert zukommt.

Wenn das Fahrzeug durch den Unfall fahruntüchtig ist, wird entweder für die erforderliche Dauer der Reparatur eine Entschädigung gezahlt, wenn der Betroffene sein Recht auf Anmietung eines Ersatzfahrzeugs nicht wahrnimmt. Ist das Fahrzeug noch fahrtüchtig, wird eine Entschädigung gezahlt, wenn eine Reparatur des Fahrzeuges nachgewiesen wird.

Wenn das Fahrzeug so stark beschädigt ist, dass ein Totalschaden vorliegt, hat der Geschädigte solange einen Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung, wie die Ersatzbeschaffung eines gleichwertigen Fahrzeugs dauert. Je nach Alter des Fahrzeugs kann dies unterschiedlich lange dauern, üblicherweise wird eine Zeitspanne von 14 Tage angesetzt.

Im Einzelfall kann dies aber auch länger dauern, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz vom 13.02.2012 (Az. 12 U 1265/10) zeigt. In dem dort entschiedenen Fall wurde ein gerade mal fünf Tage zugelassenes Fahrzeug erheblich beschädigt, so dass der Geschädigte Anspruch auf Anschaffung eines Neufahrzeugs hatte ...

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