Ist unsere Kanzlei jetzt ein seliger Ort? Wir hatten den Bischofsstab des Kardinals von Galen!

Zerlegter Bischofsstab des Kardinals von Galen

Es gibt Sachen, die gibt´s gar nicht. Da sucht man immerwährend nach interessanten Themen für Blogbeiträge, und während der Blick in die Ferne schweift, übersieht man die fette Beute unmittelbar vor den eigenen Augen.

Seit Monaten versuche ich vergeblich, die Kollegin Nagel zur Abfassung von strafblog-Beiträgen zu animieren. „Mach ich demnächst mal“, gibt sie dann genervt zurück und verweist auf die Aktenberge in ihrem Zimmer. „Wann soll ich das denn noch machen?“, stöhnt sie dabei und ich habe ja auch ein gewisses Verständnis. Man braucht neben der erforderlichen Zeit überdies auch eine gewisse Affinität zum journalistischen Treiben, die hat halt nicht jeder.

Die Kollegin erzählte mir in der vergangenen Woche mal so nebenbei, dass ihr aus dem Umfeld eines Mandanten, den sie im Strafvollstreckungsverfahren vertritt, ein paar sakrale Gegenstände zugespielt worden seien, die aus einem Kirchendiebstahl stammen und die an die Kirche zurückgeführt werden sollten. Wir haben kurz erörtert, auf welchem Weg dies geschehen könne. Schließlich haben wir die Sachen, die ich mir nie angeschaut habe, von der Kripo abholen lassen.

Hintergrund war, dass die Kollegin für den Mandanten, der wegen bandenmäßigen Diebstahls oder Hehlerei im Rahmen einer Wahlfeststellung zu mehr als 5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden war, einen Halbstrafenantrag gestellt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Stellungnahme verlauten lassen, dass eine Reststrafenaussetzung - wenn überhaupt – nur im Falle einer Rückführung des Diebesgutes in Betracht komme, keinesfalls aber zum Halbstrafenzeitpunkt ...

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