Die Referendarstation bei der Staatsanwaltschaft

Für Absolventen des Ersten juristischen Staatsexamens stellt der Beginn des Referendariats eine neue Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere für die Eingangsstation, nämlich für die Arbeit bei der Staatsanwaltschaft. Recht schnell werden die Referendare dort in die alltägliche Arbeit des Staatsanwalts eingebunden: Sie werden Verfügungen, Anklageschriften, Einstellungsverfügungen schreiben und selbstständig den Sitzungsdienst wahrnehmen. Die Station bei der Staatsanwaltschaft zählt deshalb wohl zu den arbeitsreichsten, aber auch interessantesten und oft aufregendsten Abschnitten der Referendarausbildung. Mit dem universitären Studium haben die Bewerber ein theoretisches Wissen erworben, das es ab jetzt in der Praxis umzusetzen gilt. Dabei stellen Referendare erfahrungsgemäß bald fest, dass Theorie und Praxis sehr weit auseinander liegen können. Viele Dinge, die materiell strafbar sind, werden aus Opportunitätsgesichtspunkten nicht verfolgt und schlimmer noch - für die zahlreichen mühsam erlernten Streitstände interessiert sich hier auch niemand mehr. Der Alltag besteht in erster Linie aus schnöder Aktenarbeit, wobei der Staatsanwalt nur ein Ziel hat: den Aktenberg von seinem Eingangs- auf den Ausgangsstapel umzuschichten. In diesem Kontext sollen Referendare mithelfen, Amts- und Staatsanwälte zu entlasten, indem sie selbstständig Sitzungsdienste wahrzunehmen, Akten einer fundierten Sachentscheidung zuführen oder sich mit schwierigen abstakten Rechtsproblemen auseinandersetzen. Es ist daher auch kein Geheimnis, dass Referendare besser schnell als zu langsam lernen, eigenständig zu arbeiten - immerhin sollen sie ent- und nicht belasten! Dieses Skript ist dabei ein wertvolles Hilfsmittel, welches kurz und zugleich prägnant die wichtigsten Arbeitsweisen der staatsanwaltschaftlichen Tätigkeit erläutert und dem Referendar dadurch den Einstieg in die Station erleichtert ...Zum vollständigen Artikel


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