Niedrigeres Elterngeld bei geringer Weiterarbeit

Eltern, die während der Elternzeit ihre Arbeit nicht ganz aufgeben, können als Elterngeld nicht den gesetzlichen Höchstbetrag von 1800 Euro bekommen. Auch wenn bei einer geringfügigen freiberuflichen Tätigkeit im Ergebnis nur noch Verluste herauskommen, liegt die Obergrenze für das Elterngeld etwas niedriger bei 1755 Euro, wie das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Donnerstag, 09.08.2012, veröffentlichten Urteil vom 07.07.2012 entschied (AZ: L 11 EG 4747/11).

Es wies damit einen Rechtsanwalt ab, der für seine zwei „Vätermonate“ Elterngeld in Höhe von monatlich 1.800 Euro begehrte. Vor der Geburt seines Kindes hatte er ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 3.920 Euro erzielt. Wegen hoher durchlaufender Betriebskosten fuhr er während seiner beiden Elternzeit-Monate dagegen Verluste von zusammen gut 10.000 Euro ein.

Üblich beträgt das Elterngeld 65 Prozent des früheren Einkommens, höchstens 1.800 Euro. Wird allerdings die Tätigkeit nicht ganz aufgegeben, gibt es Sondervorschriften. Danach ist das anzurechnende vorgeburtliche Einkommen bei 2 ...

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