GEMA schneidet Abtrünnigen keine Finger ab!

Was haben GEMA und die Mafia gemein?

Nach (neuerlicher) Ansicht des IT-Rechts-Experten und Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster, Prof. Dr. Thomas Hoeren (aka the godfather of IT/IP-LAW, Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Multimedia und Recht“, der bis vor kurzem Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf war und dessen legendäres Skript zum Internetrecht seit jeher begeistert) haben GEMA und Mafia nicht mehr viel gemein; zumindest auf den ersten Blick… Kreative und Nutzer können aufatmen.

Stein des Anstoßes war ein kürzlich in dem Wirtschaftsmagazin BRANDEINS veröffentlichtes Interview (Ausgabe 07/2012) unter dem Titel „Mafiöse Strukturen“.

Das Interview finden Sie im Volltext HIER:

Im Rahmen des Interviews ließ sich Prof. Dr. Hoeren im Zusammenhang mit der (mal wieder) aktuellen Urheberrechtsdebatte unter anderem zu folgenden Aussagen hinreißen:

Auf die Frage, wie denn die Realität aussehe:

„Die gesamte Konstruktion zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern ist seit längerer Zeit komplett aus den Fugen geraten. Das Urheberrecht will und soll ein Recht der Kreativen sein, es ist aber längst ein reines Wirtschaftsrecht der Verwerter.

(…)“

Auf die Frage, ob es für die schon so oft gehörten Vorwürfe auch Belege gäbe, wie es dazu gekommen sei und warum die GEMA die Ausschüttungen an die Musikverlage nicht abgelehnt habe:

„Nehmen Sie etwa die großen Verwertungsgesellschaften wie VG Wort und GEMA. Die sind eigentlich Organisationen für Autoren und Komponisten. Diese Gesellschaften sammeln große Mengen Geld von Unternehmen oder Privatleuten, als Gegenleistung dafür, dass urheberrechtlich geschützte Werke etwa im Radio gespielt oder privat kopiert werden dürfen ...

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  • "Mafiöse Strukturen" *

    brandeins.de - 19 Leser - Der Rechtswissenschaftler Thomas Hoeren über die Inflation der Manifeste zum Urheberrecht, vernünftige Richter und gierige Verlage.

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