Keine 15.000 € Schadenersatz für „Sturmklingeln“

Klingelt eine Vermieterin „Sturm“, um ein Wohnungskündigungsschreiben zu übergeben, stellt dies noch keinen Eingriff in die Privatsphäre der Mieterin dar. Ein Schadenersatzanspruch in Höhe von 15.000,00 € besteht damit nicht, entschied das Amtsgericht München in einem am Montag, 13.08.2012, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 473 C 31187/11).

Im entschiedenen Rechtsstreit wurde einer Mieterin einer Münchener Wohnung Ende Oktober 2011 gekündigt, da sie seit August mit der Miete im Rückstand war. Die Kündigung wollte die Mieterin jedoch nicht hinnehmen. Sie habe erhebliche Gegenansprüche an ihre Vermieterin, da diese zuvor in ihre Privatsphäre eingedrungen sei.

So habe die Tochter der Vermieterin im Juli 2011 bei ihr „Sturm geklingelt“, um ein erstes Wohnungskündigungsschreiben wegen ausstehender Mietzahlungen zu überreichen. Durch den lautstarken Auftritt habe ihre eigene Tochter „erhebliche Angstzustände“ bekommen und sei deshalb zu ihrem Vater gezogen. Ihre Tochter habe die Wohnung verlassen, da die Vermieterin mit dem „Sturmklingeln“ „psychischen Druck“ ausgeübt habe ...

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