Ist der Missbrauch einer anwaltlichen Strafrechtsnotrufnummer eigentlich strafbar?

Notrufsäule in New York; „© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)“

Gestern Nacht um 0:14 Uhr. Mein Handy klingelt, ich sehe, es ist die Weiterschaltung unserer Notrufnummer. Da wird wohl jemand festgenommen worden sein oder es liegt ein anderer Notfall vor, denke ich. Immerhin bieten wir auf unserer Webseite einen 24-Stunden-Service an.

“Sie sind unverhofft in ein Ermittlungsverfahren geraten oder sogar verhaftet worden? Rufen Sie uns an! Unsere Anwälte sind immer für Sie da: 24 Stunden am Tag – 7 Tage in der Woche. 02161 – 69 79 00 oder 0700 – 110 99 110“, heißt es dort.

Das kann man anscheinend unterschiedlich interpretieren. Karl M. ist am Telefon, dem habe ich vor einigen Tagen die Mandatsniederlegung angedroht, weil er seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt und auf diverse Mahnungen nicht reagiert hat.

“Das ist schön, dass ich Sie erreiche”, leitet Karl das Telefonat ein, “ich dachte schon, Sie liegen im Bett!”

“Da liege ich auch!”, anworte ich und verschweige, dass ich mir gerade hellwach die Olympiaschlussfeier anschaue, was im Hintergrund deutlich zu hören ist. “Geht es um einen Notfall?”, frage ich ...

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