Die Fotofalle und das Schäferstündchen im Walde

Wie es um Wildfallen heutzutage bestellt ist, können wir als Datenschützer nicht beantworten. Ein anderes Thema sind jedoch “Fotofallen”. Zuletzt tappte ein österreichischer Kommunalpolitiker in eine solche Fotofalle, die sein “Schäferstündchen” in flagranti aufzeichnete.

Fotofallen sind Wildkameras, welche eigentlich Wildbestände und das tierische Treiben im Wald dokumentieren und teilweise live der zuständigen Person übermitteln sollen. Installiert werden diese versteckt in den Bäumen. Durch Infrarottechnik sind damit auch Aufnahmen in dunkler Umgebung möglich.

Der Zweibeiner im Wald

Verirren sich nun aber Menschen in so überwachtes Waldgebiet, liegt in der Regel eine unzulässige Videoüberwachung durch die Erhebung von personenbezogenen Daten im Rahmen der Videoüberwachung vor, § 6b BDSG.

RECHTLICHES:

Die Installation von Videokameras in öffentlich zugänglichen Räumen richtet sich grundsätzlich nach § 6b BDSG, wonach Videoüberwachung zulässig ist, soweit sie zur

Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen, Wahrnehmung des Hausrechts oder Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke,

erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen.

Das Betreten des Waldes

Der Wald ist regelmäßig ein öffentlich zugänglicher Raum. Gemäß §14 Abs. 1 BWaldG ist nämlich auch Menschen grundsätzlich das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung gestattet. Das gilt damit auch für einen sogenannten “Privatwald” ...

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