Besoffener Kapitän mit 2,09 Promille an Schleuse gestoppt – Wieviel darf ein Bootsführer eigentlich trinken?

Tatenberger Schleuse in Hamburg, Foto: Pincerno

Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost wurde gestern der Kapitän eines Güterschiffs an der Schleuse Lehnitz gestoppt, weil Mitarbeiter der Schleuse den Eindruck hatten, dass der Mann deutlich verzögert reagierte und möglicherweise alkoholisiert sei. Die hinzugerufene Wasserschutzpolizei ordnete eine Butprobe an, wodurch ein Blutalkoholwert von immerhin 2,09 Promille festgestellt wurde. Der trinkfreudige Kapitän durfte erst weiterfahren, nachdem er seinen Rausch ausgeschlafen hatte. Das sei in der Schifffahrt so üblich, wurde ein Polizeisprecher zitiert. Die Schiffahrtdirektion Magdeburg Ost müsse nun entscheiden, ob dem Mann die Fahrerlaubnis entzogen werde.

Fragt sich, welche Promillegrenzen in der Binnenschifffahrt gelten. Gemäß § 1.02 Nr. 7 S. 2 der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO) ist es dem Schiffsführer ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,8 Promille verboten, das Fahrzeug zu führen. Nach § 1.03 Nr. 4 S ...

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