Leichtgläubige Richter, unkritische Polizei: Achtfacher Mörder soll unschuldig sein!

Nachdem im März 1932 das Kind des legendären Atlantiküberfliegers Charles Lindbergh entführt und ermordet worden war, bekannten sich rund 200 Personen unabhängig von einander zu der Tat. Verurteilt und hingerichtet wurde schließlich der deutschstämmige Bruno Richard Hauptmann, der die Tat stets bestritten hat und an dessen Täterschaft bis heute Zweifel bestehen. Falsche Geständnisse können aus vielerlei Gründen und Motiven heraus erfolgen: Unertäglicher Vernehmungsdruck, Geltungssucht, gewollte Ablenkung vom wahren Täter, autosuggestiv oder fremdsuggestiv herbeigeführte tatsächliche Überzeugung von der Täterschaft, u.a.m.

spiegel-online berichtet aktuell über den Fall eines heute 62-jährigen Schweden, der zwischen 1994 und 2001 in sechs Verfahren für acht Morde verurteilt wurde, die er wahrscheinlich nicht begangen hat. Drei Schuldsprüche wurden bereits aufgehoben, 4 weitere Verfahren werden gerade neu aufgerollt. Als letztes soll jetzt auch die Wiederaufnahme eines Verfahrens zugelassen werden, in dem es um die Ermordung eines Israelis vor 24 geht. Dafür war der Mann 1997 verurteilt worden.

Es gelte als immer wahrscheinlicher, dass der Mann sämtliche Mordgeständnisse zusammenfantasiert hat und sowohl bei Polizei als auch bei Gericht auf leichtgläubige Zuhörer stieß, heißt es in dem Beitrag. Ursprünglich habe der damalige Beschuldigte soagr behauptet, dass er seit 1969 mehr als 30 Morde begangen habe ...

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