Das Leistungsschutzrecht lebt.

Ja, das Leistungsschutzrecht lebt. Zwar noch nicht in Deutschland, aber dafür in Großbritannien Geht es nach Recht und Gesetz, müssen dort aufgrund einer aktuellen Gerichtsentscheidung zumindest gewerbliche Nutzer dafür zahlen, dass sie einem Link folgen und so durch das Anzeigen der Seite auf dem eigenen Rechner oder Smartphone eine Kopie dieser Seite anlegen. Und auch das Veröffentlichen einer Schlagzeile fällt nun unter das Copyright - und muss entsprechend lizenziert werden. Das war bislang im englischen Recht noch nicht der Fall. Was ist passiert? Da gibt es PR-Agenturen, die ihr Geld unter anderem damit verdienen, dass sie die Medien überwachen und ihren Auftraggebern dann eine Übersicht über sie betreffende Artikel zusammenstellen. Früher wurden dazu Tageszeitungen durchforstet, relevante Nachrichten herauskopiert und dem Kunden dann in einer Mappe zusammengestellt präsentiert. Heute geht das natürlich leichter: Die Agentur sucht im Internet auf den Zeitungs-Homepages und schickt dem Auftraggeber dann einfach die Links. Das kratzt an der Geschäftsidee der NLA, der "Newspaper Licensing Agency". Diese Firma wurde gegründet von acht britischen Medienkonzernen und vergibt Blanko-Lizenzen an eben diese PR-Agenturen. Die müssen dann nicht mehr jeden Artikel, den sie kopieren, lizenzieren, sondern dürfen sich gegen Zahlung eines Pauschalbetrags einfach bedienen. Im Grunde also eine sinnvolle Idee, die dahinter steht. Hier werden Presseartikel gewerblich ausgenutzt, dafür soll gezahlt werden. Das böse Internet hat das jetzt geändert, denn die Nachrichten waren ja, wie oben beschrieben, auf einmal ("zwangsweise", wie die Computerbild gestern schrieb) kostenlos für alle verfügbar. Warum also dafür zahlen? Testweise verklagte die NLA daher eine der Medien-Überwachungs-PR-Agenturen namens Meltwater - und bekam vor dem Court of Appeal, der britischen Berufungsinstanz, Recht. Sie darf also jetzt von diesen Agenturen Geld für das Verlinken fordern ...Zum vollständigen Artikel

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