Bei leichtfertig vorgebrachten Mobbing-Vorwürfen kann Kündigung drohen

Wer sich gemobbt fühlt, darf sich Klärungsversuchen der Unternehmensleitung nicht entziehen. Greifen Arbeitnehmer stattdessen zu Drohungen oder heimlichen Gesprächsaufzeichnungen, müssen sie mit einer Kündigung rechnen, wie das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz mit einem am Montag, 06.08.2012, veröffentlichten Urteil entschied (AZ: 5 Sa 687/11). Auf „Notwehr“ können sie sich nicht ohne Weiteres berufen.

Es wies damit die Klage einer Sekretärin ab. Sie war mehrfach mit Abteilungsleitern in Konflikt geraten, etwa über die Weitergabe von Telefongesprächen. Den Kollegen warf sie vor, eine „Pornoseite“ ins Internet eingestellt zu haben. Die Seite mit dem Titel „Girls“ zeigte ihr Porträtfoto. Nach dem Anklicken des Fotos erschien eine nackte Frau von hinten.

An einem von der Unternehmensleitung anberaumten Gespräch nahm die Sekretärin nur auf Anraten des Betriebsrats teil, ohne ihre Mobbing-Vorwürfe weiter zu konkretisieren ...

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