Unterhalt hin und her

Emotional schwierig für viele unterhaltspflichtige Männer ist die Tatsache, dass sie nach der Unterhaltszahlung an ihre ehelichen Kinder deutlich weniger verbleibendes Nettoeinkommen haben als ihgre Exfrauen. Einer dieser Verärgerten ist auf die Idee gekommen, seine Exfrau daher auf Aufstockungsunterhalt in Anspruch zu nehmen. Mit Erfolg – sagt das OLG Stuttgart (Beschluss vom 01.08.2012 – 11 WF 161/12):

Der Antragsteller … erzielt ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 2.162.- €. Er bezahlt Kindesunterhalt für 2 Kinder, welche im Haushalt der Antragsgegnerin leben, in Höhe von 712.- €.

Die Antragsgegnerin erzielt … ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 1.545,98 €.

Ihm bleiben also nach Abzug der Unterhaltsleistungen 1.450 Euro – rund 100 Euro weniger als ihr.

Zutreffend ist das Familiengericht auch davon ausgegangen, dass ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt bei höherem Erwerbseinkommen des Anspruchstellers allein dadurch entstehen kann, dass sich sein Einkommen durch den Vorwegabzug eines geschuldeten Kindesunterhalts vermindert ...

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