Kosten für die vorgerichtliche Beauftragung eines Inkassounternehmens zum Forderungseinzug – Wann sind sie erstattungsfähig?

Mit dieser Frage beschäftigt sich äußerst ausführlich das Urteil des Amtsgerichts (AG) Brandenburg vom 23.07.2012 – 37 C 54/12 –. Danach sind die Kosten für die vorgerichtliche Beauftragung eines Inkassounternehmens zum Forderungseinzug als Verzugsschaden nach § 286 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nur dann erstattungsfähig, wenn in der konkreten Situation die Beauftragung eines Inkassounternehmens erforderlich und zweckmäßig, d. h. wirtschaftlich sinnvoll ist. Da der Gläubiger sich auch im Rahmen der Schadensabwehr und –vermeidung um möglichst geringe Kosten bemühen muss, sind Inkassokosten nicht nur dann nicht erstattungsfähig, wenn der Schuldner vor Einschaltung des Inkassounternehmens erkennbar zahlungsunfähig oder zahlungsunwillig ist. Dann ist die Einschaltung eines Inkassounternehmens nämlich aussichts- und damit sinnlos ...

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