BGH stoppt Abzocke mit Branchenverzeichnis-Einträgen

Vermutlich kennt jeder Gewerbetreibende oder Freiberufler die ominösen „Anträge auf Eintrag in ein Branchenverzeichnis“, die hin und wieder ins Haus flattern. Früher, zu Zeiten des Fernmeldedienstes der Bundespost ähnelten sie auffallend damals üblichen offiziellen Formularen der seinerzeit noch behördlichen Post und erweckten den Eindruck, dass man den aufgedruckten Betrag zu zahlen hatte. Erst bei genauerem Hinsehen stellte man fest, dass dem nicht so war. Vielmehr schaltete man erst durch Bezahlen des Betrages einen irrelevanten Eintrag in einem unbedeutenden Branchenbuch und nicht etwa in den Gelben Seiten.

Neuer Wein in alten Schläuchen

Heute wird der Trick in etwas abgewandelter Form angewendet: Man kann mit dem unaufgefordert ins Haus geflatterten Formular einen – auf den ersten Blick scheinbar kostenlosen – Grundeintrag in einem Branchenverzeichnis im Internet beantragen. Der Anbieter muss also noch nicht einmal mehr einige Alibi-Exemplare eines Buches drucken lassen, sondern braucht lediglich eine Website mit einer Datenbank zusammen zu schustern, welche die Einträge derjenigen enthält, die ihm auf den Leim gekrochen sind.

Dafür ist aber der Preis eines so beantragten Eintrages in der Regel in Euro etwa so hoch wie er es in alten Zeiten in DM war ...

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