BGH: Zur Haftung wegen dem Nichteintritt von Prognosen in einem Prospekt

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat seine Rechtsprechung präzisiert, wonach Prospektverantwortliche haften, wenn im Prospekt beschriebene Prognosen nicht eintreten. Für Anleger entsteht hierdurch erhöhte Rechtssicherheit. Prospektherausgeber bestreiten regelmäßig eine eigene Haftung, wenn sich die Prognosen bei der späteren Umsetzung der Beteiligungskonzeption nicht realisieren. Sie verweisen hinsichtlich ihrer Prospektprognosen regelmäßig darauf, dass jedem bekannt sei, dass die Zukunft unsicher sei, und dass eine spätere Abweichung nicht untypisch, jedenfalls nicht vorhersehbar war. Anleger entgegnen diesen pauschalen Ausreden (zu Recht), dass wenn dies in seiner Allgemeinheit stimmen würde, die Prospektherausgeber ihre Prognosen quasi willkürlich und ins Blaue hinein tätigen könnten. Dem ist jedoch nicht so. Der BGH hat festgestellt, dass Gründungsgesellschafter und Prospektherausgeber auch für fehlerhafte Prognosen in Prospekten haften. Prognosedarstellungen, die willkürlich oder ins Blaue hinein getätigt werden, sind rechtswidrig ...Zum vollständigen Artikel


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