Goldgräberstimmung auf dem Friedhof

Nach der Frauenleiche aus Goldfinger würden sich manche Gemeinden wohl die Finger lecken. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man sich den Beitrag "Friedhöfe im Goldrausch" der BR-Sendung quer anschaut: Danach scheinen Feuerbestattungen ein gutes Geschäft für die Kommunen zu sein. Aus der Asche der Toten wird das Zahngold herausgeklaubt. Nürnberg nimmt damit, so heißt es im Beitrag, jährlich etwa 250.000 Euro ein. Aber gehört das Gold nicht den Toten - oder den Erben? Dürfen die Städte einfach so die Goldzähne entwenden? Hier wird es schwierig, denn die (juristischen) Geister scheiden sich an dieser Frage: Die "herrschende Meinung" (das ist im akademischen Sinne das, was die meisten Juristen für richtig halten) geht davon aus, dass Leichen zunächst einmal Sachen sind, die niemandem "gehören" (genauer: in niemandes Eigentum stehen). Der Erbe des Verstorbenen hat das Recht, sich mit dem Körper fest verbundene künstliche Körperteile anzueignen - dazu bedarf es aber einer Zustimmung der nächsten Angehörigen. (Das ist die zivil- und sachenrechtliche Sicht der Dinge - zumindest derzeit. Dass man das strafrechtlich auch anders sehen kann, können Sie in diesem Beitrag lesen.) Das hört sich nunmehr erst einmal so an, als dürften die Friedhöfe und damit die Gemeinden das Gold nicht einfach so an sich nehmen ...Zum vollständigen Artikel

Friedhöfe im Goldrausch: Das Geschäft mit dem Zahngold | quer | BR | ARD

Immer mehr Menschen in Bayern lassen sich nach dem Tod verbrennen. Für manche Kommunen sind die Feuerbestattungen ein gutes Geschäft. Denn bevor sie die Asche den Hinterbliebenen übergeben, filtern sie das Zahngold der Verstorbenen heraus. Allein die Stadt Nürnberg nimmt so jährlich etwa 250.000 Euro ein. Andere Städte wollen jetzt auch zu Goldgräbern werden. quer über ein Geschäft in einer rechtlichen Grauzone. http://quer.de/blog Mehr Videos: http://www.ardmediathek.de http://mediathek.daserste.de



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