EU plant „backdoor“ für Zugriff auf soziale Netzwerke und Cloud-Dienste

Das europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) soll bestimmte Techniken entwickelt haben, um Polizei und Geheimdiensten über eine „backdoor“ Zugriff auf Cloud-Dienste und soziale Netzwerke zu ermöglichen.

Besonders kritisch: Die Überwachung soll in Echtzeit stattfinden.

ETSI entwickelt Überwachungsstandards

Verdächtige Bürger “virtuell” zu überwachen, scheint im Moment eines der Hauptziele vieler Ermittlungsbehörden und Geheimdienste zu sein. Nachdem der Staatstrojaner für großen Wirbel unter Datenschützern sorgte, ist nun auch die Cloud in den Fokus gerückt. Aber nicht nur Cloud-Anbieter wie Amazon, Telekom oder Microsoft sollen zur Zielscheibe der Ermittlungen werden, sondern auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google Mail und LinkedIn. In Echtzeit soll auf die Dienste zugegriffen werden können.

“Lawful interception”

„Lawful interception“, also „legales Abfangen“ oder „legales Überwachen“ – so heißt das Komitee des ETSI, welches einen Entwurf für das Abfangen von Daten bei Cloud-Diensten und sozialen Netzwerken erstellt hat. Das Komitee besteht laut Erich Moechel vom orf aus aktiven und ehemaligen Geheimdienstleuten sowie Polizeibeamten aus Spezialabteilungen und Vertretern internationaler Telekommunikationsunternehmen.

“Dynamic Triggering” warnt vor https-Verschlüsselungen

Wie das Ganze funktionieren soll, wird in dem Entwurf ausführlich beschrieben:

Soziale Netzwerke setzen auf https-Verbindungen, so dass der Nutzer durch einen scheinbar sicheren „Tunnel“ kommuniziert. „Dynamic Triggering“, der neue Standard, ist so etwas wie ein „Frühwarnsystem“ für solche verschlüsselten Verbindungen ...

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