Werner Koczwara. Ein betriebsblinder Gartenzwerg zum Nichtlachen und sich Erschießen

Gastbeitrag von Jan Hoffrogge. „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“: ein Bühnenprogramm, das in den letzten Jahren über eintausend Mal gespielt wurde. Verfasst vom „deutschen Pointenpapst“ (O. Fischer). Das nunmehr auch einige Tage in der Lach- und Schieß gezeigt wurde. Da musste man zugreifen. Der Rezensent irrte. Die Räumlichkeiten der Lach- und Schießgesellschaft waren am Samstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Leider schloss die Tür an der Haimhauserstraße mit Beginn der Vorstellung, sodass die Temperaturen unerträglich wurden und mein Begleiter vorgeben konnte, nur auf die Transpirationsflecken des Kabarettisten geachtet zu haben (tatsächlich merkte sich Herr Kaiser jeden der genannten Paragraphen). Koczwara brachte nach seiner eigenen Aussage nur Originalzitate. Dass es sich aber bei den ersten beiden zitierten Paragraphen gar nicht um deren Originalwortlaut, sondern um dessen Auslegung handelte, machte Koczwara nicht klar, wie Herr Kaiser feststellte und mir erklärte.
Besteht ein Personalrat aus einer Person, erübrigt sich die Geschlechter-trennung.
Das steht nicht etwa in einem Personalvertretungsgesetz, sondern vielmehr in einer Info des Deutschen Lehrerverbands Hessen. Besonders komisch fand Koczwara auch § 613 BGB, der doch tatsächlich besagt, dass ein Arbeitsvertrag mit dem Tode des Arbeitnehmers endet und etwaige Erben nicht in Nachfolge treten. Dass dies nicht wörtlich im Paragraphen steht, sondern sich aus dem höchstpersönlichen Charakter des Arbeitsverhältnisses ergibt – auch dazu kein Wort von Koczwara. Zumindest als Laie überraschte mich die eindeutige Absage an etwaige Forderungen nicht: Kommt ein Erbe nicht auch für Schulden auf (§ 1922 BGB)? War das BGB nicht Ende des 19 ...Zum vollständigen Artikel

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