Wer an einem Streik teilnimmt, hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Vergütung

Während eines Streiks ruht das Arbeitsverhältnis, der Arbeitnehmer arbeitet nicht und der Arbeitgeber zahlt nicht. In der Regel erhalten die Streikenden in dieser Zeit das sog. Streikgeld der Gewerkschaften. Nun dachte sich eine Arbeitnehmerin, die nachdem ihr gekündigt wurde “aus Solidarität” an einem Streik teilnahm, dass ihr für diese Zeit ein Annahmeverzugslohn ihres Arbeitgebers zustehe. Das Bundesarbeitsgericht sah das anders. Wird ein Arbeitnehmer fristlos gekündigt und obsiegt er im anschließenden Kündigungsschutzprozess, steht ihm für die Zeit vom Zugang der Kündigung bis zur Verkündung des die Unwirksamkeit der Kündigung feststellenden Urteils kein Annahmeverzugslohn zu, wenn er sich in diesem Zeitraum an einem Streik beteiligt.

Nachdem bei der Beklagten Verhandlungen über den Abschluss eines Haustarifvertrags gescheitert waren, rief die IG BAU die Beschäftigten am 13. April 2010 zu einem unbefristeten Streik auf. Während des Arbeitskampfes wurde das Arbeitsverhältnis der Klägerin mit Schreiben vom 22 ...

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