Führerschein weg bei gelegentlicher Einnahme von Cannabis

Das Verwaltungsgericht Ansbach (VG) hat mit Beschluss vom 20.06.2012 (Az.: AN 10 S 12.00679) über die Frage der Entziehung einer vor 15 Jahren erteilten Fahrerlaubnis bei der gelegentliche Einnahme von Cannabis entschieden. Der Antragsteller kam Mitte 2011 in eine Verkehrskontrolle. Dort gab er an, dass er selbst keine Drogen geraucht habe, aber fast täglich als Passivraucher an Kifferrunden teilnehme. Die durchgeführte Blutentnahme und das nachfolgende chemisch-toxikologischen Gutachten ergaben Hinweise auf die gelegentliche Einnahme von Betäubungsmitteln. Der Antragsteller gab an, in seiner Jugend Haschisch geraucht zu haben. Danach habe er erst wieder kurz vor der Kontrolle geraucht und zwar zwei Wochen lang täglich bis zu vier Joints am Tag. Auch am Abend vor der Trunkenheitsfahrt habe er noch geraucht, seither aber nicht mehr. Ihm wurde sodann unter Anordnung des Sofortvollzugs die Fahrerlaubnis aller Klassen entzogen, weil er sich als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen habe. Denn er habe durch das Führen eines Kraftfahrzeuges unter Cannabiseinfluss nachgewiesen, dass hinsichtlich dieser Betäubungsmittelart die Fähigkeit, Konsum und Fahren zu trennen, bei ihm nicht gegeben sei. Im Verfahren wendete der Antragsteller ein, dass lediglich ein einmaliger Cannabiskonsum vorgelegen habe. Er habe in einer einmaligen Situation, als seine Ex-Freundin zu Besuch gewesen sei, Cannabis konsumiert. Außerdem habe der Konsum bei der Kontrolle weit mehr als einige Stunden zurückgelegen. Daher liege kein Verstoß gegen das Trennungsgebot vor. Es bestehe zudem keine Wiederholungsgefahr, da der Antragsteller kein Cannabis mehr konsumiere. Das VG bestätigte den Führerscheinentzug. Nach den Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung sei „u. a ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK