Die Krux mit der Steuer bei sportlichen Großereignissen (Befreiungen für Athleten in London 2012)

Bei den olympischen Spielen geht es zwar primär um denn Wettbewerb der Nationen, um Gold, Silber oder Bronze bzw. um das dabei sein, allerdings auch um Geld. Während früher nur reine Amateure zu den Wettkämpfen zugelassen wurden, trifft man nunmehr auch auf Profis. Ob beim Tennis, Basketball, Fußball oder auch in der Leichtathletik, mittlerweile sind auch gutverdienende Sportler am Start. Zwar werden einige den Großteil ihrer Einkünfte aus Werbung erzielen und nicht aus Gehältern bzw. Antrittsgeldern, aber eines ist doch immer wieder spannend: Wer besteuert diese Einkünfte?

“Steuerprobleme” keimten hier in Deutschland auch bspw. vor den FIFA Fussball Weltmeisterschaften 2006 (TM) auf. Es ging nichtmal um die Einkünfte der Sportler, sondern um die Zuschauer “auf Einladung”. Finanzverwaltung und Steuerberater stritten um die Fragen, ob von Unternehmen angemietete VIP-Logen als Betriebsausgaben abzugsfähig seien bzw. ob und wie die ins Stadion eingeladenen Personen die Einladung als geldwerten Vorteil zu besteuern haben.

Aber Werbeeinnahmen von Beckham, Figo oder Zidane wollte hier eigentlich niemand besteuern. Dafür fehlte dann doch nach nationalem Steuerrecht der nötige Konnex zum Inland.

Das gros der Staaten wendet zwei unterschiedliche Besteuerungen des Einkommens von natürlichen Personen an. Soweit eine natürliche Person einen Wohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat, wird das Welteinkommen der Person im Inland besteuert (unbeschränkte Steuerpflicht – resident taxation). Soweit der Anknüpfungspunkt ans Inland nicht gegeben ist, verbleibt nur die sog. beschränkte Steuerpflicht (non-resident taxation), wonach der Staat zumindest auf die inländische Einkünfte zugreift.

So besteuert etwa Deutschland bei hiesigen Wettkämpfen gem. § 49 Abs. 1 Nr ...

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