Darf verdeckte Videoüberwachung zu Kündigung wegen Entwendung von Zigarettenpackungen führen?

Die Entwendung von Zigarettenpackungen wurde einer Arbeitnehmerin zum Verhängnis. Sie setzte so ihren Arbeitsplatz aufs Spiel. Allerdings kam ihre Tat nur deswegen ans Licht, da ihr Arbeitgeber sie mittels verdeckter Videoüberwachung überführte. Darf das Einzelhandelsunternehmen ihr die Kündigung aussprechen oder war dieses Mittel der Beweisführung nicht legitim? Das Bundesarbeitsgericht sollte darüber entscheiden.

Geheime Videoüberwachung von Mitarbeitern in Verkaufsräumen

Der Betriebsrat hatte der Videokamerainstallation in den Verkaufsräumen zugestimmt. Grund dafür seien Inventurdifferenzen gewesen und die Annahme, dass auch Mitarbeiterdiebstähle dafür ausschlaggebend seien. Tatsächlich zeigte ein Videomitschnitt, dass die Arbeitnehmerin, die zuletzt als stellvertretende Filialleiterin angestellt war, zweimal je eine Packung Zigaretten entwendete. Die Zigarettenpackungen gehörte zum Warenbestand des Arbeitsgebers. Ihr wurde daraufhin gekündigt, weshalb sie gerichtlich dagegen vorging und vorbrachte, sie habe keine Zigaretten entwendet ...

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