Wir präsentieren: Den Loser, der Eure Kinder erschossen hat

In den USA findet nach dem Anschlag auf die Premiere des Batman-Films eine Debatte statt, die auch wir schon geführt haben. Nach dem Mordanschlag auf eine Schule in Winnenden habe ich in einem meiner ersten Beiträge im Beck-Blog ein "Schulamokveröffentlichungsgesetz" vorgeschlagen. Mit diesem Gesetz sollte es Redakteuren und Verlagen unter Strafandrohung verboten sein, über solche Attentate unter Identifizierung des Täters zu berichten. Der provokante, aber durchaus ernst gemeinte Vorschlag sollte auf den Aspekt hinweisen, den viele Fachleute für nicht zu vernachlässigen halten: In solchen Anschlägen auf Schulen (oder auch anderen Einrichtungen) steckt im Kern die auch durch die Medienberichterstattung verursachte Gefahr einer kulturellen Entwicklung hin zum Wunsch nach Berühmtheit, egal unter welchen Vorzeichen. Eine solche Berühmtheit ist relativ leicht zu erlangen durch ein Verbrechen großen oder größten Ausmaßes. Wohl mit diesem Ziel hat sich der Täter die Premierevorstellung eines weltweit seit Monaten beworbenen Films ausgesucht - hier war die maximale Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein (bislang nicht quantifizierbarer) Faktor, der bei solchen Taten - neben gravierenden Persönlichkeitsstörungen oder gar Psychosen - eine Rolle spielen könnte, ist die Nachahmung bzw. der Wunsch nach Übertreffen vorheriger ähnlich gelagerter Attentate ...

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Charlie Brooker's Newswipe 25/03/09

A psychiatrists (and Charlie Brooker's) insightful perspective on news coverage's perpetuation of mass shootings in schools. The full version of this wondrous and though provoking programme is currently available in the UK via BBC iPlayer: http://www.bbc.co.uk/iplayer/episode/b00jf3hx/Newswipe_Episode_1/


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