Social-Media-Panne bei der Polizei

Die Polizei in Hannover gilt als führend im Bereich der Facebook-Fahndung. Nachdem ein erstes Projekt wegen Bedenken von Datenschützern eingestellt wurde, ist die Hannoveraner Polizei nun wieder auf Facebook aktiv. Ob die zuständigen Mitarbeiter aber die nötige Kompetenz für Social Media haben, ist nach einer Panne am Wochenende zumindest fraglich.

An sich haben es die Facebooker in Uniform sicher nur gut gemeint. Sie hatten zahlreiche Leserkommentare zu älteren Beiträgen auf der Polizei-Fanpage wahrgenommen. Dort wurde unisono vor einer Facebook-Präsenz gewarnt, die angeblich kinderpornografischen Inhalt hatte.

Statt jedoch zu ermitteln und Ergebnisse abzuwarten, traten die Polizeibeamten in einen direkten Dialog mit den Besuchern ihrer Fanpage. Sie ließen verlauten, gegen die Seite werde bereits vorgegangen, man bemühe sich um Löschung der Inhalte.

In dem Posting erwähnten die Beamten dann praktischerweise auch noch gleich den Namen der ins Gerede gekommenen Seite. Sie ließ sich so für jedermann in Sekundenschnelle googeln. Sofern sich tatsächlich illegales Material auf der Seite befunden hätte, hätte also ausgerechnet die Polizei einschlägig Interessierten den Weg gewiesen. Das ist im besten Fall dumm, im schlimmsten Fall sogar strafbar.

Allerdings hätten die Beamten vielleicht sowieso besser erst mal ihre zuständigen Kollegen arbeiten lassen sollen ...

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