Motorradfahrer – schneller, aber unsicherer durch den Stau?

Im Sommer beobachtet man immer wieder, dass Motoradfahrer Zwischenräume nutzen, um schneller einen Stau durchfahren zu können. Die Gründe liegen auf der Hand: Für Motorradfahrer sind Staus eine stärkere körperliche Belastung als für Autofahrer und auch die Wetterverhältnisse lassen die Fahrer oft entnervt ein Überholmanöver starten. Dass die zulässige Variante des Linksüberholens immer noch die sicherste Fahrweise ist, bietet den Motorradfahrer jedoch wenig Trost. Meist ist der vorgeschriebene Sicherheitsabstand nicht einzuhalten und es wird doch wieder zu juristisch verbotenen Manövern gegriffen.

Rechtliche Situation

Gemäß der Straßenverkehrsordnung gilt auch für den Führer des Motorrads grundsätzlich, dass er in Stausituationen stehenbleiben und fahrbereit am Kraftrad verbleiben muss.

Wer sich mit seinem Motorrad zwischen Autos hindurchschlängelt, muss damit rechnen, dass es als unzulässiges Rechtsüberholen gewertet wird. Rechtsüberholen ist grundsätzlich unzulässig, § 5 Abs. 1 StVO. Jedoch hat jeder Grundsatz auch eine Ausnahme. Hier für Rad- und Mofa-Fahrer unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 8 StVO:

Ist ausreichender Raum vorhanden, dürfen Radfahrer und Mofa-Fahrer Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht rechts überholen ...

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