Falsches Mitleid

Natürlich gibt es Schuldner, die völlig ohne ihr eigenes Zutun in Situationen geraten sind, aus denen sie mit eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Situationen in denen sich der Schuldner zur Bestreitung seines Lebensunterhalt fast schon zwingend verschulden muss.

Es gibt aber auch Situationen, in denen der Schuldner zwar auf der einen Seite irgendwie sogar zu bemitleiden ist, auf der anderen Seite dann jedoch Schulden macht für Dinge, die nun wirklich nicht überlebensnotwendig sind.

Mitleid oder Mitgefühl ist ohne Frage eine Eigenschaft, die man haben sollte und die durchaus auch im Bereich des Inkassos nicht völlig außer Acht gelassen werden sollte. Jedoch muss man hier auch klare Grenzen ziehen.

Diese sind bei mir beispielsweise spätestens dann überschritten, wenn ein Schuldner auch nicht die geringsten Bemühungen zeigt oder gar den Funken eines Willens, die Forderung zu begeleichen.

Erst vor kurzem hatten wir hier einen Fall, in dem der Schuldner zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendeine Reaktion zeigte. Post wurde ignoriert, am Telefon wurde man grundsätzlich nach wenigen Sekunden weggedrückt und auch sonst war der Schuldner für eine gütliche und außergerichtlichen Lösung nicht bereit. Auch ein fairer Vergleichsvorschlag schien den Schuldner nicht zu interessieren. Er wollte schlicht und ergreifend nicht bezahlen.

Wir leiteten dann das Mahnverfahren ein, worauf der Schuldner ebenfalls nicht reagierte ...

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