Checkliste: Berliner Ehegattentestament

Infoabend am 9. Oktober 2012 im Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg

Ist doch ganz einfach: „Wir setzen uns hiermit gegenseitig zum Alleinerben ein. Erben des länger Lebenden von uns sind unsere beiden Kinder.“ Schon ist das Berliner Ehegattentestament fertig und alles geklärt. Wirklich?

Der Begriff „Berliner Testament“ ist ein Sammelbecken für verschiedene Varianten. Wie so oft steckt der Teufel im Detail. Die Unterschiede bei der konkreten Ausgestaltung sollte man kennen, sonst droht dem länger lebenden Ehegatten manch böse Überraschung. Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl erklärt in einem etwa einstündigen Vortrag am 9. Oktober 2012, worauf man achten muss und beantwortet im Anschluss Fragen. Der Infoabend im Rahmen der seit 2008 erfolgreich laufenden Vortragsreihe “Erbrecht” beginnt um 18 Uhr im Konferenzsaal des Caritas-Krankenhaus St. Josef (Verwaltungsgebäude) in der Landshuter Str. 65. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet die Kanzlei Graf & Partner um Anmeldung unter Tel. 785 3053. Unter anderem geht es um folgende Themen:

Risiko Pflichtteil

Beim Tod des ersten Ehegatten erbt zunächst allein dessen Ehepartner. Im Umkehrschluss heißt das: Kinder sind hier enterbt. Das Reizwort „enterbt” gefällt den Mandanten meist gar nicht, doch rechtlich gesehen ist es so, denn ohne Testament wären Kinder ja gesetzliche Miterben des überlebenden Ehegatten. Auch dass die Kinder später, also nach dem Tod des zweiten Ehegatten, „alles” bekommen sollen, ändert nichts an der Tatsache, dass sie beim Tod des ersten Elternteils leer ausgehen. Zudem: Ob und wie viel Vermögen beim Tod des zweiten Elternteils noch vorhanden ist, weiß das Kind nicht (Stichwort Heimkosten). Daraus ergibt sich auch das erste Risiko des Berliner Testaments: Jedes enterbte Kind kann seinen Pflichtteil geltend machen, also Zahlung eines Geldbetrags vom länger lebenden Elternteil verlangen – und zwar sofort ...

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