Ubi pus, ibi evacua – wo der Eiter sitzt, muss er ausgedrückt werden

Bischof Cleens, Foto: Karl-Michael Soemer

Ein ebenso zutreffendes wie leicht ekliges Zitat – immerhin soll es laut bild.de von einem leibhaftigen Bischof stammen. Unter der Überschrift ”Hochverrat im Vatikan”räsoniert Deutschland größtes Boulevardblatt darüber, ob unser Papst Benedikt XVI. in der Vatileaks-Affäre von deutschen Vertrauten verraten wurde. Wir erinnern uns: Ein Kammerdiener des “heiligen Vaters”, Paolo Gabriele (46), soll persönliche Unterlagen des 85-jährigen Ponitex Maximus aus dessen Privatgemächern gestohlen und den Medien zugänglich gemacht haben. Deshalb war er von der Vatikanpolizei verhaftet worden und steht seit seiner Entlassung aus der Haft vor einigen Tagen unter Hausarrest. Von Beginn an wurde spekuliert, dass der arme Kammerdiener nicht unbedingt aus eigenem Antrieb gehandelt haben muss und dass es auch eine Intrige gegen den Papst geben könne, in die höhere Würdenträger involviert sind. bild.de nennt jetzt unter Bezugname auf das italienische Blatt “La Repubblica” Namen, nämlich den deutschen Bischof Josef Clemens (65), der 20 Jahre lang Privatsekretär des Papstes war, als dieser noch Chef der Glaubenskongregation war, und die langjährige Haushälterin des Papstes, Ingrid Stampa (62). Clemens galt als engster Vertrauter von Kardinal Ratzinger, bevor dieser zum Papst gewählt wurde. Danach wurde er zum Bischof geweiht, verlor aber die Vertrauensstellung an einen Italiener ...

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