Novelle des Bauträgergesetzes wirft Probleme in Polen auf

Ewelina Stobiecka, Local Partner von TaylorWessing e|n|w|c Rechtsanwälte in Warschau, nimmt zu aktuellen Entwicklungen in Polens Baubranche Stellung. Unter anderem wirft die Ende April 2012 in Kraft getretene Novelle des Bauträgergesetzes Probleme auf.

Warschau, 24. Juli 2012. Die Prognosen für die Baubranche in Polen zeigen, dass innerhalb des nächsten Jahres vor allem der Markt im Bereich des Straßenbaus schrumpfen wird, andererseits bleiben auch immer öfter Bauträger nicht von Problemen verschont. Interessanterweise zeigen Branchen-Untersuchungen des Statistischen Zentralamtes, dass im April dieses Jahres die Produktion im Bereich Bau und Montage um 8,1 % höher war als im Vorjahr. Auch ist die Nachfrage nach Sanierungsarbeiten um 11,2% und nach Investitionsarbeiten um 6,7% gestiegen. Auf Grundlage dieser Daten scheint die Baubranche eigentlich nicht von der Krise betroffen.

Zahlreiche Baustellen innerhalb der Baubranche Eines der Probleme, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht, stellt die marode finanzielle Situation der meisten Baufirmen dar. In einer vor kurzem durchgeführten Studie gaben 90% der Bauunternehmer an, dass ihr größtes Problem darin bestehe, dass Vertragspartner die Rechnungen nicht fristgemäß bezahlen. In keiner anderen Branche in Polen sieht die Lage so schlecht aus. Eine unmittelbare Ursache für die ungünstige Situation in der Baubranche liegt auch in dem seit 2009 andauernden Preiswettbewerb zwischen den Firmen, die den Zuschlag aus den Ausschreibungen für die mit der Fußball-Europameisterschaft 2012 verbundenen Investitionen erhalten wollten.

Neues Gesetz erschwert zusätzlich Auch auf dem Bauträgermarkt kann man Veränderungen beobachten ...

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