US-Regierung hat Akte über jeden Bürger – Ein Kommentar

Wieder einmal überbieten sich Internetseiten und Blogs mit Meldungen über die bösen Regierungen dieser Welt. Gestützt werden diese Nachrichten oftmals auf die Aussagen einzelner, in der Regel ehemaliger Mitarbeiter von Regierungen oder Geheimdiensten. Und in schöner Regelmäßigkeit werden die Aussagen dann von den Regierungen dementiert.

Doch es stellt sich durchaus die Frage, ob man deshalb alle diese Nachrichten als Panikmache abtun darf. Ein kurzer Blick auf eine ausgewählte Meldung und ein kurzer Vergleich mit der Situation in Deutschland.

Aufzeichnungen über jeden US-Bürger

Auf der Hacker-Konferenz HOPE berichtete der ehemalige Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) William Binney nach einem Artikel der Webseite gulli.com, dass die NSA in den Jahren seit 2001 mehr als 20.000.000.000.000 (20 Billionen) Kommunikationsdaten gesammelt und ausgewertet hat, darunter Telefondaten, E-Mails und SMS. Die Auswertung erfolgt dann auch unter dem Gesichtspunkt, mit welchen Personen oder Gruppen der Einzelne Kontakt hatte.

20 Billionen ist ja schon eine ordentliche Hausnummer. Und Verknüpfungen zu anderen Personen und Gruppen?! Puh, da fragt man sich ja schon, woher der gute Mann das weiß. Schließlich hat er die NSA schon 2001 verlassen. Aber wahrscheinlich reden Geheimdienstler einfach gerne mit alten Freunden über ihre Arbeit. Und dass der Leiter der NSA die Zahl dementiert hat, passt ja auch schön ins Bild. “Die” verschleiern ja eh immer alles.

Man kann die ganze Geschichte (ohne Beweise) auch noch wunderbar mit einer alarmierende Zahl verknüpfen, die die New York Times kürzlich veröffentlichte: Die Handyortungen stiegen im Jahr 2011 auf 1,3 Millionen. AT&T bearbeitet dabei durchschnittlich 700 Anfragen am Tag, Sprint bis zu 1.500. Bei rund einem Drittel der Anfragen handelt es sich um dringende Fälle, bei denen auf einen richterlichen Beschluss verzichtet wurde.

Ja, gibt es denn sowas ...

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