Südsudan: Zehntausende Flüchtlinge brauchen umgehend mehr Hilfe

Ärzte ohne Grenzen stellt so viel Geld für Hilfsprojekte bereit wie nie zuvor – Südsudan: Zehntausende Flüchtlinge brauchen umgehend mehr Hilfe Berlin, 12. Juli 2012. Die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen konnte im vergangenen Jahr so viel Geld für internationale Hilfsprojekte bereitstellen wie nie zuvor. “Unsere Projektausgaben lagen bei insgesamt 78,1 Millionen Euro”, sagte Tankred Stöbe, Vorstandvorsitzender von Ärzte ohne Grenzen, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2011. Das meiste Geld floss nach Haiti (10,5 Mio. Euro) und Somalia (8,9 Mio. Euro). Noch immer herrsche unvorstellbare Not in Somalia, so Stöbe. Hilfsorganisationen könnten angesichts der Unsicherheit im Land längst nicht alle Bedürftigen erreichen. Alle Konfliktparteien müssten die Neutralität von humanitären Helfern, Patienten und Gesundheitseinrichtungen respektieren. Dies gelte auch für Syrien, wo Patienten und Ärzte gezielt verfolgt und angegriffen würden. Einen der größten Einsätze weltweit hat die Organisation derzeit im Südsudan. Im Norden des jungen Staates kämpfen Zehntausende Flüchtlinge ums Überleben.

In den vergangenen Monaten sind rund 170.000 Menschen vor Kämpfen im Sudan in die südsudanesischen Staaten Upper Nile und Unity geflohen. Die dortigen Flüchtlingslager sind völlig überfüllt, es gibt nicht genügend Unterkünfte, Nahrung und Trinkwasser. Im Lager Jamam (30.000 Menschen) in Upper Nile liegen die Sterblichkeitsraten doppelt so hoch wie die, die eine akute Notsituation kennzeichnen.Täglich sterben hier neun Kinder. Im Lager Yida (60 ...

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