Richter sind auch (nur) Kraftfahrer

19.500 Euro für einen PKW. Ein stattlicher Preis. Und dann macht der beim Start Geräusche (er “nagelt”, wie es in der Branche heißt), dass alle Nachbarn aus dem Bett fallen. Vor Wut glühend fuhr der Käufer das Fahrzeug dem Verkäufer wieder auf den Hof. Das Ganze drei Mal. Der Verkäufer schraubte einigermaßen lustlos, denn seiner Meinung nach war alles in Ordnung. Das Fahrzeug startete so, wie ein Diesel nun mal startet. Der Käufer blieb unzufrieden und sagte nur “Rücktritt”. Er sprach inzwischen kurz und hart wie sein Fahrzeugmotor.

Der Verkäufer sagte leise “Zu blöd, um Diesel zu fahren” und laut und schriftlich und genau so hart “Nein”.

Der Käuferanwalt drohte mit Gericht und weiterem Ungemach; der Verkäufer blieb bei der Ablehnung.

Das LG Coburg bekam den Fall auf den Tisch und ließ sich zunächst vom Käufer, der inzwischen “Kläger” hieß, den Mangel beschreiben. Der Kläger/Käufer erklärte den Herren in schwarzer Robe als Erstes, dass er einen Dieselmotor habe, den man nicht vorglühen müsse ...

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