Hätte man das wirklich anklagen dürfen?

In einer Strafsache war Anklage erhoben worden. Die Beweislage war dürftig. Es stand Aussage gegen Aussage. Die Behauptung des Anzeigeerstatters ließ sich nicht untermauern. Aussagekräftige Indizien, die die Darstellung des Angeklagten oder des Anzeigeerstatters stützten, gab es nicht.

Nun darf Anklage lediglich dann erhoben werden, wenn ein hinreichender Tatverdacht besteht, es also beivorläufiger Würdigung der Beweislage wahrscheinlich ist, daß es im Rahmen der Hauptverhandlung zu einer Verurteilung des Beschuldigten kommen wird. Gerade bei Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen stellt die Rechtsprechung dabei hohe Anforderungen an die Beweiswürdigung, wenn hierauf eine Verurteilung gestützt werden soll. Der BGH spricht u.a ...

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