Führungskraft muss 18monatige Kündigungsfrist hinnehmen

Lange Kündigungsfristen werden von Arbeitnehmern in aller Regel als Vorteil bewertet. Im Falle einer arbeitgeberseitigen Kündigung verlängert sich so das Zeitfenster für die Suche nach einer Anschlussbeschäftigung. Die verlängerten Kündigungsfristen des § 622 Abs. 2 BGB werden als Verbesserung des Bestandsschutzes angesehen. Lange Kündigungsfristen, die (auch) für die arbeitnehmerseitige Kündigung gelten, beschränken hingegen die Mobilität der Arbeitnehmer und erschweren einen schnellen Wechsel. Daher kann sich in dieser Konstellation die Frage stellen, wann eine dergestalt dem Arbeitnehmer auferlegte Bindung eine unangemessene Benachteiligung i.S.d. § 307 BGB darstellt. Hierzu liefert das ArbG Heilbronn (Urteil vom 8. Mai 2012, AZ: 5 Ca 307/11) einen interessanten Beitrag: Der Kläger dieses Rechtsstreits war als Einkaufsleiter bei einer Supermarktkette beschäftigt. Er hatte seinen Arbeitsvertrag fristgerecht im August 2011 gekündigt ...

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