Drogen per Post

Drogen einfach per Post bestellen – so was gab es mal in grauer Vorzeit. Dachte ich. Bis heute. Da landete eine mit Schnürchen zusammengehaltene Ermittlungsakte auf meinem Schreibtisch. Sie stammt aus einem südlichen Bundesland. Zum Glück hat ein Staatsanwalt den Ermittlungseifer von Polizeibeamten im richtigen Augenblick noch gebremst. Die Polizisten wollten nämlich sogar Wohnung und Arbeitsplatz meines Mandantne durchsuchen, weil er sich angeblich Drogen in Holland bestellt hat.

Dabei schien das Geschäftsmodell einiger niederländischer Bürger zunächst zu florieren. Man musste ihnen nur Geld an eine belgische Postfachadresse senden, und schon lieferten sie von Belgien aus zuverlässig die gewünschte Menge Marihuana per Brief – auch an deutsche Adressen.

Insgesamt hielt der belgische Zoll über einen längeren Zeitraum rund 500 Briefe an. Darunter auch einen, der an meinen Mandanten adressiert war und rund 34 Gramm Marihuana enthielt. Von der Aktion erfuhren die deutschen Behörden erst, als sich die niederländische Polizei an sie wandte mit der Bitte, die deutschen Empfänger zu vernehmen ...

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