Strafverfahrensrecht

Dieses von Claus Roxin begründete "Kurzlehrbuch" setzt sich in der mittlerweile 27. Auflage äußerst dogmatisch und zugleich kritisch mit den Entwicklungen im Strafverfahrensrecht auseinander. Es hat sich konzeptionell dafür entschieden, die Strafprozessordnung und deren Konkretisierung durch die höchstrichterliche Rechtsprechung nicht bloß nachzuerzählen, sondern unter Einbeziehung von historischen, rechtsvergleichenden sowie sozialwissenschaftlichen Aspekten zu reflektieren und vielleicht zu hinterfragen. Damit bewegt sich dieses Studienbuch abseits des Mainstreams und fordert Studierende wie Referendare auf, sich tiefgreifend mit der Materie zu beschäftigten. Der Verfasser Prof. Bernd Schünemann verweist schon in seinem Vorwort auf die "kapitalen legislatorischen Fehlleistungen wie etwa das Verständigungsgesetz" und vertritt die Ansicht, dass die Intensivierung der Gesetzgebung seit den Antiterrorgesetzen in den 1970er Jahren die Strafverfahrenskultur nachhaltig beschädigt hat - nicht zuletzt durch die Verpolizeilichung und Vergeheimdienstlichung des Ermittlungsverfahrens. Der Aufbau des Lehrbuchs folgt einem üblichen Schema: Einleitend werden Begriff und die Aufgabe des Strafverfahrensrecht und dessen Stellung in der Verfassungsordnung erläutert sowie eine Übersicht über die Rechtsquellen und den Einfluss des Europarechts gegeben. Der vierte Abschnitt dieser Einleitung gibt dann einen Überblick über den ordentlichen Gang des Strafverfahrens. Erläutert werden weiterhin u.a. das Strafgerichtsverfassungsgesetz, Beteiligte am Strafverfahren, das Beweisrecht, Zwangsmaßnahmen, Urteil und Rechtskraft sowie die einschlägigen Rechtsbehelfe ...Zum vollständigen Artikel


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