Professoraler Unsinn

Wohl selten hat ein landgerichtliches Berufungsurteil in einer eher kleineren Strafsache eine solches öffentliches Echo ausgelöst wie das sog. „Beschneidungsurteil" des LG Köln. Viel ist zu diesem Thema seither gesagt und geschrieben worden.

Ganz übel ein Artikel der Deutschen Welle, das Prof. Dr. Martin Hochhuth zitiert, angeblich einer der „führenden Rechtswissenschaftler in Deutschland" (was schon für sich genommen eher Unsinn sein dürfte).

... Beim Lesen der Urteilsbegründung erkenne er aber eine „modernistische Religionsferne". Viel schwerer aber wiege, dass das Urteil aus juristischen Gründen völlig falsch abgefasst sei. „Die Richter haben die Verfassung nicht ordentlich gelesen". Das deutsche Grundgesetz schütze den Glauben. Was der für Juden und Muslime bedeute, sei nicht wirklich erfasst worden. Dazu aber sei das Gericht verpflichtet gewesen. Nach Ansicht von Martin Hochhuth wurden im Kölner Urteil die geschützte Religionsfreiheit und das Elternrecht nicht richtig beachtet. "Die Religionsfreiheit ist in Deutschland eines der wenigen Rechte, die überhaupt nicht eingeschränkt werden können. Der Schutz rangiert ganz weit oben". ... Hochhuth beruhigt daher: "Ein solches Urteil wird sich in Deutschland definitiv nicht wiederholen". Außerdem sei die Stellung eines Landgerichts nicht so hoch ...

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    fr-online.de - 7 Leser - Die Debatte um die rituelle Beschneidung von Jungen reißt nicht ab. Maximilian Stehr betrachtet das Thema aus medizinischer Sicht - er praktiziert in der Kinderchirurgischen Klinik der Uni München. Im Interview erklärt er, warum dort bereits seit Jahren keine Beschneidungen aus religiösen Gründen mehr vorgenommen werden.

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