Es geht alles, man muss es nur versuchen

Erinnern Sie sich an meine Artikel zum Cloud Computing? Darin habe ich Ihnen empfohlen, dass Sie einen Vertrag über die Nutzung von Cloud Angeboten immer aushandeln sollten und nicht die Nutzungsbedingungen unterschreiben, die Ihnen Ihr potentieller Anbieter vorlegt.

Wie richtig dieser Rat war, konnte ich in den letzten Tagen erleben, als ein Mandant zu mir kam, der einen Vertrag über die Nutzung einer cloudbasierten IT-Business-Management-Software unterzeichnen wollte, aber nach der Lektüre eben jener Artikel der Ansicht war, dass es eine gute Idee sei, über den vorgelegten Vertrag einmal einen Rechtsanwalt drüber schauen zu lassen. Und er tat gut daran:

Der Vertragsvorschlag der in Richmond, England ansässigen Tochtergesellschaft eines amerikanischen Konzerns besteht aus acht Seiten. Sechs dieser acht Seiten beschreiben die Möglichkeiten der Software und nur zwei Seiten regeln tatsächlich die Vertragsbedingungen zwischen dem Anbieter und meinem Mandanten. Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein, man kann auch auf einer oder zwei Seiten gute Verträge verfassen. Allerdings fehlten in dieser Vereinbarung all die wesentlichen Punkte, auf die ich in meinen Artikeln hingewiesen hatte.

Insbesondere enthielt der Vertrag auch die Bestimmung, dass zum einen eine Insolvenz des Auftraggebers ein Grund für eine fristlose Kündigung ist. Wenn man sich nun aber ansieht, zu welch frühem Zeitpunkt ein GmbH-Geschäftsführer zum Beispiel beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag stellen muss ist diese Vertragsregelung letztendlich der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringen könnte. Denn wie es in dem Vertragstext weiter hieß, führte eine fristlose Kündigung dazu, dass die Daten des Auftraggebers sofort eingefroren werden ...

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