Wenn die Chemie nicht stimmt

Manchmal stimmt die Chemie unter den Kollegen einfach nicht. Das kann so weit gehen, dass sich die Kollegen weigern, mit einem bestimmten Mitarbeiter zusammenzuarbeiten oder dies zumindest androhen. Der Vorgesetzte ist dann verpflichtet, mäßigend auf die Streithähne einzuwirken und einen Ausgleich zu suchen. Klappt das nicht, kann die Situation eskalieren und den Betriebsfrieden und sogar den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs oder Betriebszweigs erheblich stören. Wenn nichts hilft, kann in kleineren Betrieben, in denen das Kündigungsschutzgesetz nicht gilt, natürlich wie sonst auch eine Kündigung ausgesprochen werden. Ein besonderer Kündigungsgrund ist da nicht erforderlich. Allerdings sollte sich jeder Chef darüber im klaren sein, dass eine solche Kündigung auf Druck der Belegschaft sein eigenes Ansehen schädigen kann, denn er hat den Mann oder die Frau schließlich eingestellt. So etwas gilt es also gut vorzubereiten.

Letzter Ausweg Druckkündigung

In größeren Betrieben bleibt als letzter Ausweg die sogenannte Druckkündigung: Sie erfolgt “auf Druck” anderer Mitarbeiter. Sie kann je nach Situation personen- oder betriebsbedingt sein. Benimmt sich der Mitarbeiter tatsächlich nicht so, wie er sollte, ist der Ärger der Kollegen zumindest nachvollziehbar. Vor einer personenbedingten Kündigung ist dann aber wie fast immer eine vorherige Abmahnung erforderlich, die natürlich schon ein erhebliches Fehlverhalten voraussetzt. Ändert der Arbeitnehmer sein Verhalten dann nicht, kann dann sogar eine fristlose Kündigung berechtigt sein.

Anders und noch schwieriger ist es, wenn dem Arbeitnehmer eigentlich kein Vorwurf zu machen ist, wenn er eben einfach nicht zum Rest der Belegschaft passt. Kommt es nach einer Kündigung zu einer Kündigungsschutzklage, muss der Arbeitgeber im ersten Schritt nachweisen, dass er alles Zumutbare unternommen hat, um den Betriebsfrieden wieder herzustellen ...

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