Versicherungsrecht – Sind hochwertige Herrenarmbanduhren „Wertsachen“ i. S. von § 21 Nr. 1 c der Allgemeinen Hausratsversicherungsbedingungen (AHR) 2004?

Werden bei einem Wohnungseinbruchsdiebstahl Herrenarmbanduhren entwendet, kann die Hausratversicherung sich bei der Schadensregulierung nicht auf die für Wertsachen geltenden Entschädigungsgrenzen berufen, weil es sich bei Herrenarmbanduhren um keine Wertsachen i. S. von § 21 Nr. 1 c AHR 2004 handelt. Diese Auffassung hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem Hinweisbeschluss vom 10.11.2011 – 10 U 771/11 – vertreten und wie folgt begründet: Zu Wertsachen zählen nach § 21 Nr. 1 c AHR 2004 Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Telefonkarten, Münzen und Medaillen sowie alle Sachen aus Gold oder Platin. Bei Herrenarmbanduhren, auch wenn sie hochwertig und teilweise mit Gold oder Platin besetzt sind, handelt es sich nicht um Schmucksachen. Dies ergibt sich bereits daraus, dass Uhren die Funktion der Zeitmessung zukommt und der Schmuckcharakter nicht der Hauptzweck des Gegenstandes ist ...

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