Keine Neuigkeit: Abmahnkanzleien nerven.

Diese Abmahnanwälte. Ich bin genervt. Neuester Anlass für ein Ärgernis ist folgendes: Mandant wird wegen eines Porno-Downloads abgemahnt. Wir geben modifizierte Unterlassungserklärung ab und verhandeln die Gebühren herunter. Lange vor meiner Schmerzgrenze sagt die Mandantschaft, dass sie den mir noch lange nicht genug heruntergehandelten Betrag gerne zahlen möchten, um Ruhe zu haben. Ich kläre auf, dass die Gegenseite meines Erachtens nach noch zu viel fordert, aber kann schon verstehen, dass man keine Lust mehr auf den Streit hat. Die Zermürbungsstrategie ist ja auch letztlich Teil der Abmahnanwaltschaft, der ich mich ansonsten aber immer widersetze.

Wie dem auch sei – ich erkläre Einverständnis und wir vergleichen uns auf Zahlung der Summe X. Mandantschaft zahlt fristgerecht per Überweisung. Ich stelle meine Rechnung, die auch prompt bezahlt wird und die Sache ist erledigt.

Denkste!

Nach ein paar Monaten fängt die Gegenseite wieder an. Man biete einen Vergleich an, um die Sache vom Tisch zu kriegen. Ich antworte, dass die Sache längst den Tisch verlassen hätte, da Vergleich plus Zahlung. Nein, heisst es vom Gegenanwalt, es sei keine Zahlung festzustellen. Ich soll doch bitte Zahlung nachweisen. Da Fehler immer mal vorkommen, bitte ich die -natürlich wegen der neuerlichen Nachfrage wieder aufgeregten- Mandanten, mir den Überweisungsträger und Kontoauszug zukommen zu lassen. Ich überprüfe die Zahlungsdaten und alles stimmt ...

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