90% aller Fahrtenbücher fallen beim Finanzamt durch

Es handelt sich hier nicht um die Quote aus allgemeinen Betriebs- und Lohnsteueraußenprüfungen, sondern um die Quote bei einer besonderen Prüfung: Dienstwagen der Brandenburger Regierung (Minister, Staatssekretäre).

Die MOZ berichtet:

[...] Bei einer Prüfung der Fahrtenbücher im vergangenen Jahr war das Finanzressort auf zahlreiche Mängel und Lücken gestoßen, mit denen es seine Nachforderung begründet. Dabei wurden den Angaben zufolge dienstliche und private Fahrten durchaus auseinandergehalten. Häufen sich jedoch in den Büchern Fehler, werden sie verworfen und es kommt pauschal die sogenannte Ein-Prozent-Methode zum Zuge, wonach der Nutzer eines Wagens monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises inklusive Sonderausstattung zu zahlen hat. Dies wirkt sich bei teureren Wagen meistens finanziell ungünstiger aus als die Berechnung nach Fahrtenbuch. Nach der Antwort des Finanzministeriums musste in rund 90 Prozent der geprüften Fälle – 191 von 213 – das Fahrtenbuch verworfen und die Ein-Prozent-Regel angewandt werden. [...] In den bemängelten Fahrtenbüchern sollen oftmals genaue Adressen, Behörden und Firmenbezeichnungen fehlen. Mal wurden pauschal für eine knappe Woche rund 500 gefahrene Kilometer angegeben, mit Ortsangaben wie “Brandenburg” oder “Potsdam und Umgebung”. Mal lautete das Fahrtziel nur Berlin. [...]

Das ist nun wirklich wunderlich, stehen doch die Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch (zur genauen Ermittlung des geldwerten Vorteils der Privatnutzung) mehr oder weniger in den BMF Schreiben (v. 18.11.2009 nebst Vorläufer aus 2002/2006 und v. 28.05.1996) ...

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