Ist ein Sachverständigengutachten bei Bagatellschäden gerechtfertigt?

Das Amtsgericht Kiel (AG) hat mit Urteil vom 30.11.2011 (Az.: 113 C 145/11) über eine Klage auf Erstattung von Sachverständigengutachten entschieden. Im Fall beschädigte ein Pkw-Lenker auf dem Parkplatz beim Versuch, rückwärts auszuparken den Wagen der Klägerin, einen VW Passat X2. Variant Trendline mit einer Erstzulassung am 12.09.2007 und einer Laufleistung zur Zeit des Unfalls von 44.358 Kilometer. Sofort nach dem Unfall ließ die Klägerin ihr Fahrzeug durch einen Sachverständigen begutachten mit dem Ergebnis, dass an dem klägerischen Fahrzeug Reparaturkosten ohne Mehrwertsteuer in Höhe von 886,25 € entstanden waren. Das Gutachtens kostete 323,56 €. Die beklage Versicherung hat zwar die grundsätzliche volle Haftung für den Verkehrsunfall übernommen, hat jedoch die Sachverständigenkosten nicht beglichen. Die Versicherung argumentierte damit, dass der Geschädigte die Kosten so gering wie möglich halten müsse. Bei geringen Schäden sei es ausreichend, einen Kostenvoranschlag einzuholen. Bestünden unter Berücksichtigung des Unfallgeschehens sowie der erkennbaren Auswirkung keine Anhaltspunkte dafür, dass durch den Schadensfall tragende Teile beschädigt sein könnten, sei Sachverständigengutachtens unnötig ...

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