Der zertifizierte Mediator nach dem Mediationsgesetz

Das nun endgültig verabschiedete Mediationsgesetz wird demnächst in Kraft treten. In § 5 dieses Gesetzes ist zunächst einmal erklärt, dass sich jeder als Mediator bezeichnen kann. Der Mediator hat aber in eigener Verantwortung sicherzustellen, dass über theoretische Kenntnisse sowie praktische Erfahrungen verfügt, um die Parteien in sachkundiger Weise durch die Mediation führen zu können. Das Gesetz definiert dann eine geeignete Ausbildung wie folgt: Eine geeignete Ausbildung soll insbesondere vermitteln 1. Kenntnisse über Grundlagen der Mediation sowie de ren Ablauf und Rahmenbedingungen, 2. Verhandlungs- und Kommunikationstechniken, 3. Konfliktkompetenz, 4. Kenntnisse über das Recht der Mediation sowie über die Rolle des Rechts in der Mediation sowie 5. praktische Übungen, Rollenspiele und Supervision.

Dann führt das Gesetz noch einen zertifizierten Mediator ein. Als solcher darf sich bezeichnen, wer eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen hat, die den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 des Mediationstgesetzes entspricht. Ferner hat sich ein zertifizierter Mediator auch entsprechend dieser Rechtsverordnung fortzubilden.

Aus dem Gesetz und seiner Begründung ist zu entnehmen, dass es keine Stelle geben wird, die die Mediatoren entsprechend zertifiziert. So wie ich das Gesetz verstehe, kann allenfalls durch eine Konkurrentenklage das Führen des Titels “zertiizierter Mediator ” überprüft werden. Dies dürfte aber nur für die Übergangszeit gelten. Danach muss durch ein zertifiziertes Ausbildungsinstitut die entsprechende Ausbildung nachgewiesen werden ...

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