Axel Springer Verlag: Datenschutzauskunftsbegehren = Computersabotage

Vor ein paar Wochen hatten viele deutsche Bürger sie im Briefkasten: die Bild-Zeitung. Ob sie wollten oder nicht…

Die Marketingmaßnahme kam aber nicht bei allen gut an – der Blog netzpolitik.org veröffentlichte ein Musterschreiben, in dem auch die Auskunft über die gespeicherten personenbezogenen Daten von Springer gefordert wurde – das war dem Verlag aber anscheinend ziemlich egal, wie heise.de berichtet.

„Bild für alle“

40 Millionen Haushalte wurden anlässlich des 60. Geburtstags der Zeitung mit einer Gratis-Ausgabe der „Bild-Zeitung“ „beglückt“.

Da es aber anscheinend nicht 40 Millionen Fans der Bild-Zeitung in Deutschland gibt, kam es zu zahlreichen Gegenaktionen und Boykott-Aufrufen. Der Axel Springer Verlag hat nämlich bei der Aktion wohl sogar diejenigen Haushalte beliefert, die dem Einwurf von nicht adressierter Werbung mit einem Hinweisschild am Briefkasten widersprochen haben. Und das wäre ein Verstoß gegen geltendes Wettbewerbsrecht.

Bürger machen Auskunftsanspruch geltend

Bei dem von netzpolitik.org veröffentlichten Musterschreiben wurde eine Auskunft nach § 34 BDSG verlangt, also darüber, welche personenbezogenen Daten über den Betroffenen beim Springer Verlag gespeichert sind. Das ist das gesetzlich festgelegte Recht jedes Betroffenen.

Dieses Schreiben sollte an acht verschiedene E-Mail-Adressen des Springer Verlags gesendet werden.

Springer Verlag verweigert Auskunft

Aber von der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben schien der Axel Springer Verlag dann wohl eher doch nicht so viel zu halten. So entschloss man sich, das ganze als „E-Mail-Bombing“ darzustellen, welches alleine zum Ziel gehabt habe, die Springerschen Kommunikationseinrichtungen zu blockieren ...

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