Prepaid ist Prepaid, und damit basta!

"Einfach abtelefonieren, erhöhte Kostenkontrolle, automatische Aufladung möglich."
Hört sich gut an, dachte der Kunde, der einen Prepaid-Handytarif haben wollte. Er wählte die "Webshop-Aufladung 10" und hatte dann ein Guthaben von 10,- Euro. Einige Monate später erhielt er eine Rechnung seines Mobilfunkanbieters. Über 14.727,65 Euro. Im Wesentlichen für 15 GPRS-Verbindungen, die im Zeitraum vom 08.08.2009 um 0.47 Uhr bis zum 09.08.2009 um 15.15 Uhr - also innerhalb von ca. eineinhalb Tagen angefallen sein sollen. Der Mobilfunkanbieter entschloss sich dann auch, diese Summe gerichtlich einzuklagen. Zuerst vor dem Landgericht Berlin, wo er verlor (ich berichtete). Dann vor dem Kammergericht Berlin. Wo er jetzt auch verlor. Das Gericht sprach deutliche Worte (Hervorhebungen von mir):
"Der Beklagte hat, indem er einen Prepaid-Tarif gewählt hat, zum Ausdruck gebracht, dass ihm an einer Kostenkontrolle gelegen ist. Prepaidverträge werden im Allgemeinen gerade zu dem Zweck abgeschlossen, die entstehenden Mobiltelefonkosten im Voraus planen zu können und zu begrenzen und so schwer vorhersehbaren 'Kostenexplosionen' vorzubeugen. Hohe Mobiltelefonkosten können ohne weiteres etwa durch das Führen von Auslandstelefongesprächen, durch längere Telefonate oder durch die Einwahl in das Internet entstehen. Der genannte Zweck eines Prepaid-Vertrages wird mit der Wahl der von der Klägerin zur Verfügung gestellten Tarifoption 'automatische Aufladung' um einen bestimmten Betrag zwar deutlich gelockert, jedoch vom Kunden nicht völlig aufgegeben [.. ...
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